41 Beiträge Seite 1 von 3. Gehe zu Seite 1 2 3 
Steaks
Autor Beiträge Aktion

Susanne

Administrator

Aus: München
Fahrzeug: Beverly 350 Sport Touring ABS/ASR
Beiträge: 447

PM an Susanne

Steaks

Erstellt am 07.03.13 22:48

Nachdem hier viel und ausgiebig über die reichtige Zubereitung des Primär-Nahrungsmittels für den Rollerfahrer diskutiert wurde, hier mal ein paar Hausfrauen-Thesen von mir:

1. Nicht das Messer muss scharf sein, das Fleisch muss zart sein.

2. Gewürzpasten aller Art töten den feinen Geschmack eines guten Steaks.

3. Die besten Steaks sind nicht irgendwelche Dry-Aged-Mumien aus den USA, sondern gut abgehangene und zart marmoriert bis gut durchwachsene Rib-Eyes oder Entrecotes vom natürlich aufgezogenen bayerischen Weidevieh. Die sind nicht nur zart, da schmeckt das Fleisch und auch das eingelagerte Fett einfach super. Dazu passt am besten gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer aus der Mühle, ein Spritzer Zitrone und Rucola.

Wir hatten eben zwei solche Exemplare zum Abendessen und sie waren göttlich.

Susanne (die wesentlich besser kochen als fahren kann)



Wenn die Sicherheitsnadel heute erfunden würde, hätte sie sieben bewegliche Teile, zwei Hydraulik-Elemente und müsste einmal im Jahr zum Service.

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 08.03.13 13:28

Du Verräterin ! Jedes Messer muss scharf sein ! Auch wenn es das zum Schneiden des edlen gegrillten Stückes nicht braucht. Beim Schneiden von rohem Fleisch sollte es schon scharf sein. Ich will ja das Fleich zerschneiden und nicht zerreissen. Schärfetest: Schneide eine Zwiebel. Wenn Du weinen musst, ist das Messer nicht scharf genug !
Mit Öl, grobem Salz und Pfeffer hast Du natürlich schon recht. Ich wusste nicht, dass ihr bei euch so top Steaks und Co. bekommt. In der Südwestecke von Deutschland ist das leider so gut wie unmöglich. Da spürt man deutlich den Preisdruck der Grossverteiler. Billig ist da vor Qualität. Dann noch die EU-Richtlinien. Bestimmte Fleischsorten dürfen bereits 48 nach Stunden nach der Schlachtung in den Verkauf. Was soll man mit so Fleisch den anfangen ? Das frisst nicht mal der Hund.
Wir hier bei uns haben das grosse Glück, dass wir zwei Metzgereien im Dorf haben. Un bei Beiden bekommt man hervorragende Qualität. Etwa 10 Minuten zu Fuss von Zuhause ist ein Einkaufscenter mit einer ausgezeichneten Lebensmittelabteilung. Die haben sogar einen Fleischreifeschrank mit Sichtfenstern, worin das Fleisch 4 Wochen am Knochen gereift wird ! Frag nicht wie das schmeckt.
Einfach göttlich. Inzwischen hat sich das herum gesprochen, so dass man das Fleisch vorbestellen muss.
Übrigens haben die dort auch eine tolle Fisch-Abteilung.
Die Preise sind halt massiv höher wie bei euch. (Schweizerpreise) Es lohnt sich aber trotzdem.
Wegen der "Gewürzpaste" : das Fleisch wird damit ja nicht paniert, sondern nur eingerieben. Die Gewürzmarinade selber schmeckt sehr streng, wenn man sie probiert. Das wichtige daran ist die Säure vom Senf.
Die zeigt ihre Wirkung nach 3-4 Stunden an der Wärme.
Ein Ribey-Steak, oder ähnlich braucht das natürlich nicht.
Voraussetzung: Kein EU-Fleisch, sondern 3-4 Wochen an der Luft gereift und nicht im Beutel.
Der Frühling steht schon vor der Türe. Der Grill auch. Dann haben wir wieder ein
gutes halbes Jahr Zeit um das Fleisch zu Grillieren. (nicht Kremieren)
Freude herrscht.
Gruss Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

twiddyfive

User

Aus: Niederbayern
Fahrzeug: Bev. 350, Yamaha XT 1200ZE, Vespa PX 150,
Beiträge: 136

PM an twiddyfive

Steaks

Erstellt am 08.03.13 21:37

Hallo Susanne,

nachdem ich gute Steaks fürs Leben gerne esse und auch schon Kochkurse dafür gemacht habe, muss ich meinen Senf dazu geben

Ich habe bis auf die Kobe/Wagyu Filet Steaks ca.150 Euro pro Kilo ( sind doch ein bischen zu teuer ) fast alles probiert.
Steaks aus Deutschland, Brasilien, USA, Argentinien usw.

Meine Favoriten kommen aus Argentinien, ich finde es kommt darauf an, was die Rinder zu fressen bekommen haben, auch der Auslauf ( Weideflächen ) spielen eine Rolle, auch der Schiffstransport, der mehrere Wochen dauert, wo das Fleisch reifen kann.

Ein Tipp sind auch Straußensteaks, dunkel wie Rind, Fettarm aber trotzdem saftig, schmeckt sehr ähnlich wie Rinderfilet.

Ich habe von meiner Frau zum Geburtstag im Mai meinen nächsten Grillkochkurs geschenkt bekommen, es gibt immer was neues zu entdecken

Schönes Wochenende
Gunnar


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 08.03.13 22:04

Hallo Gunnar,
wegen den Fleisch kann ich Dir voll beipflichten. Beim Kobe-Rind ist es schon fast schade für das viele Geld. Da habe ich mal eine Blindverkostung von Steaks gesehen. Dabei war Angus Rind, Kobe-Rind, Simmentaler Milchrind, Bio-Rind aus der Region und noch ein Rind. Jedes Steak wurde auf den Punkt gegart und dann nur mit einer Nummer unter dem Teller versehen. Die Verkoster, alles Spitzenköche, mussten dann urteilen. Das Ergebnis war eindeutig. Auf Platz 1 mit Abstand das US Beef. Auf dem zweiten Platz das Kobe-Rind. Das war lediglich in der Konsistenz einen Hauch zarter, im Geschmack aber deutlich abgeschlagen. Dann folgten die anderen drei Plätze.
Das Argentinische dürfte so wie das US-Beef sein. Wahrscheinlich aber mit weniger Antibiotika und Hormonen !

Übrigens habe ich auch schon Bison probiert. Geschmacklich aber weit hinter Rind !

Eine Straussenfarm haben wir etwa eine halbe Stunde von uns zu Hause weg !!

Dann gibt es aber noch einen Geheimtipp für wunderbares Fleisch.
Nämlich das Onglet. Oder auch Nierenzapfen. Das ist der Muskel vom Zwerchfell. Etwa in der Grösse von einem dünnen Schweinefilet. Nur leider so gut wie nicht zu bekommen. Geschmacklich übertrifft es sogar bestes Rind !! Und gut abgehangen so zart wie Rindsfilet.

Gruss Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Susanne

Administrator

Aus: München
Fahrzeug: Beverly 350 Sport Touring ABS/ASR
Beiträge: 447

PM an Susanne

Steaks

Erstellt am 09.03.13 09:09

Hallo Ruedi,
das mit den Messern war natürlich eine kleine Provokation Wir verwenden in der Küche natürlich nur gute, scharfe Messer - wenn auch nicht mit Damastklinge. Die werden auch regelmäßig von uns nachgeschärft, dazu mach ich gern nochnmal einen eigenen Beitrag.

Was das Fleisch angeht, hast du ebenfalls recht. Aber wir haben - wie du auch - einen kleinen Landmetzger hier, der sein Fleisch von den umliegenden Höfen bezieht und dort werden die Tiere noch sehr natürlich gehalten. Nicht nur das Rind, auch die Schweine laufen da auf der Wiese rum. Hinzu kommt, dass der Metzger sein Handwerk versteht und ehrlich und authentisch arbeitet. Und das merkt man. Dass dieser zudem auch regelmäßig die von mir sehr geschätzten Teile wie Zunge, Ochsenbackerl, Herz etc. anbietet, sei nur am Rande vermerkt.

Fleisch aus dem Supermarkt oder aus Großmetzgereien kommt da niemals ran, egal wie teuer es ist. Wir hatten schon vakuumiertes Steak in allen Preislagen, aber das ist allenfalls zart, kommt aber im Geschmack an das von der Landmetzgerei nicht annähernd ran.

So, und jetzt gehen wir auf den Markt und holen uns wieder was.
Susanne



Wenn die Sicherheitsnadel heute erfunden würde, hätte sie sieben bewegliche Teile, zwei Hydraulik-Elemente und müsste einmal im Jahr zum Service.

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

twiddyfive

User

Aus: Niederbayern
Fahrzeug: Bev. 350, Yamaha XT 1200ZE, Vespa PX 150,
Beiträge: 136

PM an twiddyfive

Steaks

Erstellt am 09.03.13 19:35

Hallo Rudi,

danke für den Tipp, Onglet habe ich noch nie gehört, klingt interessant, muß mal schauen ob ich so was bekomme.

Schönes Wochenende.

Beste Grusse in die Schweiz

Gunnar


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Topfpirat

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 350

PM an Topfpirat

Steaks

Erstellt am 09.03.13 19:46

@Ruedi

Jeder, dem frische und originäre und gesunde Lebensmittel wichtig sind, kann die auch im 21. Jahrhundert abseits von Rewe oder Aldi allerorten beschaffen.

Jeder halbwegs sozialisierte Bürger weiß über die Mechanismen der industriellen Nahrungsmittelproduktion, und kann das bewusst umschiffen, um somit schmackhafte, unbelastete und naturnahe Produkte auf den Teller bringen.
Auch in Südwestdeutschland.

Oder wer kauft generell seine Klamotten bei C&A oder H&M?

Mahlzeit
Joachim


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 09.03.13 21:46

Hallo Joachim,
gibt es denn noch andere Kleiderläden wie H&M oder C&A
Nein, war nur Spass .
Das Fleisch bekommt man in kleinen Metzgereien teilweise schon noch in guter Qualität. Das einzige Problem ist die richtige Reifung. Meist ist es nur eine Woche an der Luft abgehangen, dann kommt es in den Beutel und reift im eigenen Saft. Das ist halt nicht das Selbe, wie rein an der Luft gereift.
Ist auch ein wenig verständlich. Wenn ein Stück Rinderfilet 4 Wochen an der Luft gereift ist, hat es 25-30% an Gewicht verloren. Das ist bei unseren Schweizer-Preisen für den Metzger uninteressant. Bei euch spielt es wegen der knapperen Kalkuation auch eine Rolle. Das geht nur, wenn Du einen Metzger gut kennst, und der Dir Dein Fleisch dann für Dich an der Luft reifen lässt. Aber auch nur, wenn er überhaupt noch einen Raum/Schrank dafür hat. Der normale Kühlraum geht dafür nicht.

Ob nach den diversen Skandalen in der Lebensmittelbranche nun langsam ein Umdenken stattfindet ? Der Konsument (oder heisst das Endverbraucher ?) hätte es durch seine Kaufgewohnheiten in der Hand !

Gruss und Genuss an jedem guten Stück Fleisch
Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

twiddyfive

User

Aus: Niederbayern
Fahrzeug: Bev. 350, Yamaha XT 1200ZE, Vespa PX 150,
Beiträge: 136

PM an twiddyfive

Zu: Steaks

Erstellt am 09.03.13 21:53

Original von Ruedi am 09.03.13 21:46 Uhr
Hallo Joachim,
gibt es denn noch andere Kleiderläden wie H&M oder C&A
Nein, war nur Spass .
Das Fleisch bekommt man in kleinen Metzgereien teilweise schon noch in guter Qualität. Das einzige Problem ist die richtige Reifung. Meist ist es nur eine Woche an der Luft abgehangen, dann kommt es in den Beutel und reift im eigenen Saft. Das ist halt nicht das Selbe, wie rein an der Luft gereift.
Ist auch ein wenig verständlich. Wenn ein Stück Rinderfilet 4 Wochen an der Luft gereift ist, hat es 25-30% an Gewicht verloren. Das ist bei unseren Schweizer-Preisen für den Metzger uninteressant. Bei euch spielt es wegen der knapperen Kalkuation auch eine Rolle. Das geht nur, wenn Du einen Metzger gut kennst, und der Dir Dein Fleisch dann für Dich an der Luft reifen lässt. Aber auch nur, wenn er überhaupt noch einen Raum/Schrank dafür hat. Der normale Kühlraum geht dafür nicht.

Ob nach den diversen Skandalen in der Lebensmittelbranche nun langsam ein Umdenken stattfindet ? Der Konsument (oder heisst das Endverbraucher ?) hätte es durch seine Kaufgewohnheiten in der Hand !

Gruss und Genuss an jedem guten Stück Fleisch
Ruedi



Genau so isses.... Mahlzeit
Gunnar


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Topfpirat

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 350

PM an Topfpirat

Steaks

Erstellt am 09.03.13 23:10

Nirgendwo in Europa sind die Lebensmittel billiger, als in Deutschland.
Mutmaßlich kann man das auch an der bereitgestellten Qualität ablesen, die aus diesem Preisgefüge automatisch generiert werden muss.

Leider ist es wohl so, daß der gemeine Teutone generell am Futter spart.
Wobei in diesem Kontext sich durchaus die Frage stellt, wer denn noch tüten- und dosenfrei kochen kann, die Zusammenhänge erkennt, und über Salz und Pfeffer hinaus noch Gewürze kennt, und diese gezielt einsetzt.
Logischerweise bedient die Insustrie das Kaufverhalten der Konsumenten, das haben wir uns verdient!

Es muss nicht immer Kobe- oder Wagyu-Beef sein, auch mein Bio-Hummer wird nicht wöchentlich eingeflogen.

Aber ich habe die Wahl nach einem Schnitzel, das beim Braten nicht die Pfanne überflutet, genauso wie nach Tomaten oder Gurken, die wie jeweils solche schmecken.
Vielleicht kostet das ein paar Cent mehr, als abgepackt im Discounter.
Aber mir geht es um meinen Geschmack, meine Gesundheit und das Erlebnis gezielt und kreativ eine Mahlzeit handwerklich zubereitet zu haben.

Den Abwasch machen dann andere.

In diesem Sinne
Joachim


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 09.03.13 23:26

Genau das macht den Unterschied zwischen Discounter und Fachhandel aus.

- Mit dem Zeugs aus dem Discounter kann man sich ernähren...

- Mit den Waren aus dem Fachhandel kann man ein feines Essen zubereiten...

Gruss Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Bevrider

User

Aus: Lennestadt
Fahrzeug: Beverly 300 i.e. Bj.2011 Moto Guzzi Soundmachine
Beiträge: 1200

PM an Bevrider

Steaks

Erstellt am 10.03.13 08:20

@Ruedi und Topfpirat

Natürlich habt ihr Recht mit dem, was ihr über gutes Fleisch, gute Nahrungsmittelqualität schreibt. Ihr vergesst dabei leider nur, dass Deutschland seit Jahren zu einem Billiglohnland verkommen ist, das Armut immer mehr um sich greift, immer mehr Leute davon bedroht sind, in Richtung Armut abzurutschen.

Ihr vergesst, dass es in Deutschland Harz- Gesetze gibt, dass die Menschen in Sachen Arbeitslosenversicherung enteignet wurden (Anspruch auf Arbeitslosenhilfe). Ebenso berücksichtigt ihr nicht, dass, wer arbeitslos wird entrechtet wird (freie Wahl des Arbeitsplatzes), dass er gezwungen wird, jeden Scheißjob zu jeder menschenunwürdigen Bezahlung anzunehmen, macht er es nicht, gibts ganz klar weniger Geld.

Erklärt mit bitte einmal, wie jemand mit 350 Euro Einkommen ein Stück Rinder- Filetsteak (Kilo nicht unter 40 Euro, eher 50 oder mehr Euro) bezahlen soll. Wie jemand, der allein erzieht, oft nicht weiß was er seinem Kind zum Frühstück geben soll, Biogemüse zum doppelten oder dreifachen Preis bezahlen soll.

Wenn euch das möglich ist, was ich euch von Herzen gönne, dann gehört ihr schon zu den Privilegierten. Ihr solltet nicht vergessen, dass viele Familienoberhäupter nicht einmal auf Bruttobezüge kommen, die selbst als Netto nicht ausreichen würden, auch nur annähernd in qualitativ hochwertige Lebensmittel zu investieren.

Und Topfpirat, der gemeine Teutone spart am Essen, weil er muss. Meinst du nicht, das einem Arbeitslosen, einer allein erziehenden Mutter nicht ein argentinisches Filetsteak lieber wäre, als ein Fertigfrikadelle vom Discounter?

Solange es Menschen gibt, die sich ihr Essen aus Bio- Mülltonnen herausklauben ( ich habe persönliche bei einer meiner Auslieferungsfahrten eine alte Frau gesehen/getroffen, welche genau das machte), solange es in nahezu jeder Stadt eine Tafel gibt, die die Menschen mit dem Überlebens- Notwendigem versorgt, solange Kinder ohne Frühstück zur Schule müssen, solange unser Staat Schulmittagessen nicht finanziert, weil unsere Politiker meinen, 150 Mio im Jahr seien dafür zu viel, gleichzeitig aber allein die Hypo Real Estate mit fast 200 Milliarden zugesch.... wird, solange wird es in Deutschland auch kaum etwas anderes für die Masse der Menschen geben als Billigfutter.

Eure kulinarischen Ansprüche und Genüsse in allen Ehren, aber das ist schon sehr elitär. Ich gönne es euch keine Frage, aber dieses von oben herab auf die Leute, die nicht anders können, ist für mich abstoßend.

Manfred


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 10.03.13 09:12

Hehe, nun mal langsan. Es geht überhaupt nicht um "von oben herab". Wenn das so verstanden wurde , dann bitte ich um Entschuldigung.
Das, was Du Manfred schreibst, ist leider von der Wirtschaft/Politik so gemacht/gesteuert worden. Das ist ein grosser Fehler im System.
Das wegen dem Umdenken - damit ist auch unsere "Abzocker-Initiative" gemeint. Ein richtiger Schritt.
Das Elend im in unseren Ländern wurde auch durch genau solche Machenschaften mit verursacht. Profit und Geldgier ohne Hemmumgen, Skrupel und Grenzen. Es kann doch nicht sein, dass Präsidentenkandidaten damit herumprollen, dass sie weniger Steuern als ihre Putzfrau bezahlen ! Das bei einer Arbeitslosenquote von 9%. (USA)
In Deutschland ist es schon ein Armutszeugnis, dass es so weit kommen musste.
Aber bei uns ist auch nicht alles so, wie es von aussen aussieht. Es wird sehr viel schöngeredet.
Wenn wir einkaufen und auf den Parkplätzen (in D und CH) die Autos die dort stehen uns anschauen, da steht keine Rostlaube oder altes Auto. Vorwiegend neuere und auch meist keine billigen Autos. Das verfälscht halt den Eindruck, wie es wirklich aussieht.
Bei uns Hörgeräte 4000 Euro, beim Zahnarzt eine Krone 1800 Euro, ich brauche nach einer Augen-OP neue Brillengläser 1150 Euro. Die Brillengläser aus Deutschland, da bei uns noch mal 40- 50% Teurer ! Wie sollen sich Rentner oder eben Leute die am Existenzminimun leben, das leisten ? Bei uns wurde sogar der kostenpflichtge Eintritt in die Apotheke vom Staat abgesegnet. Man bezahlt eine Beratungsgebühr und eine Dossiergebühr. Auch das trifft wieder die Falschen. Und so weiter...

Und noch was, wir essen auch nicht jeden Tag Rinderfilet. Nur wenn, dann sollte es schon so schmecken. Lieber mal darauf verzichten, dann aber ein gutes Stück und nicht auf einem Lederlappen rumkauen.

Gruss Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Topfpirat

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 350

PM an Topfpirat

Steaks

Erstellt am 10.03.13 12:25

Hallo Manfred,

Deine Ausführungen sind auf jeden Fall richtig und berechtigt.
Aber in dieser Rubrik geht es um "kulinarisches", und weniger um soziale Strukturen und deren Schieflage.

Wenn wir Dich mit unseren Vorlieben abgestoßen haben sollten, dann tut es mir Leid.

Aber auch ein Beverly ist für die meisten ein teures Hobby, und dient nicht bei jedem als Autoersatz, um zum Minijob gelangen zu können.

Hier Zusammenhänge herzustellen halte ich in diesem Kontext nicht für richtig, wenn sie auch inhaltlich nicht verkehrt sind.

Gruß
Joachim


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Bevrider

User

Aus: Lennestadt
Fahrzeug: Beverly 300 i.e. Bj.2011 Moto Guzzi Soundmachine
Beiträge: 1200

PM an Bevrider

Zu: Steaks

Erstellt am 10.03.13 14:43

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
Nirgendwo in Europa sind die Lebensmittel billiger, als in Deutschland. [....]

Leider ist es wohl so, daß der gemeine Teutone generell am Futter spart.


Der gemeine Teutone spart nicht aus Sparsamkeit, sondern aus Zwang. Das ist auch der Grund dafür, dass Lebensmittel in Deutschland so billig sind; man will seine Lohnsklaven ja nicht verhungern lassen.

Du nennst die Wirkung, ich die Ursache.

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
Es muss nicht immer Kobe- oder Wagyu-Beef sein, auch mein Bio-Hummer wird nicht wöchentlich eingeflogen.


Behaupte nicht, dass sich solche Sätze nicht elitär anhören. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der sich nicht einmal einmal pro Woche ein Stückchen Discounterfleisch leisten kann.

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
Aber ich habe die Wahl nach einem Schnitzel, das beim Braten nicht die Pfanne überflutet, genauso wie nach Tomaten oder Gurken, die wie jeweils solche schmecken.


Du magst die Wahl haben, Ruedi auch, ich auch, spätestens dann, wenn ich meine Gewohnheiten etwas ändere, viele andere aber nur dann, wenn sie nicht mehr täglich essen.

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
Vielleicht kostet das ein paar Cent mehr, als abgepackt im Discounter.


Diesmal nennst du den Grund.

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
Aber mir geht es um meinen Geschmack, meine Gesundheit und das Erlebnis gezielt und kreativ eine Mahlzeit handwerklich zubereitet zu haben.


Anderen auch, aber Ihnen fehlt die Grundlage, diese Zielsetzungen umzusetzen.

Original von Topfpirat am 09.03.13 23:10 Uhr
In diesem Sinne
Joachim


Und dann gibt es noch solche Aussagen von dir hier im Forum:


Original von Topfpirat am 16.01.13 11:10 Uhr
Hallo zusammen,

mit solchen Forumstreffen ist es wie im richtigen Leben: Man kann es nie allen recht machen!


Stimmt!

Original von Topfpirat am 16.01.13 11:10 Uhr
Bei größeren Distanzen kann man doch die Anreise etwas "touristisch" legen, und sicher bewußt mal Regionen abfahren, die man normalerweise nicht durchqueren würde. So kann man auch sein Heimatland kennenlernen.


Kann man, wenn die Finanzen stimmen.

Original von Topfpirat am 16.01.13 11:10 Uhr
Sicher ist das für manchen etwas zeitlicher Aufwand, aber jeder muß für sich abwägen, was es ihm Wert ist, neue Bekanntschaften oder gar Freundschaften zu schließen.


Also heisst das, wer knapp bei Kasse ist, und sich 600 oder mehr Kilometer Anfahrt nicht leisten kann, der hat kein Interesse an sozialen Kontakten.

Und das ist einfach eine Verhöhnung der Leute, die in relativer Finanzknappheit/Armut leben müssen.



Original von Topfpirat am 16.01.13 11:10 Uhr
Ewald´s Idee finde ich super,


Ewalds Idee? Ich lach mich tot!

Nun bitte:

Dann schau mal hier: (den Thread habe ich bereits im September eröffnet)

Original von Ewald am 04.09.12 05:54 Uhr


Wir machen schon gerne bei gemeinsamen (kurzen/1-tägigen) Ausfahrten mit, oder treffen uns mit anderen unterwegs auf Tour an einem vorher verabredeten Ort wie z. B. Gardasee oder am Großglockner. Oder wie am kommenden Samstag in Eining an der Donau!

Eine mehrtägige, gemeinsame Tour mit einer Reihe anderer Mopedfahrer ist nicht so wirklich unser Favorit. Wir haben einfach mehr Spaß, wenn wir "nur zu Zweit" unterwegs sind und dann ungebunden, unabhängig und spontan entscheiden können.



Ewald




So long

Manfred


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

pelle

User

Aus:
Fahrzeug: Beverly 350 / Liberty 125 / Runner 50
Beiträge: 3240

PM an pelle

Steaks

Erstellt am 10.03.13 15:18
Modifiziert am 10.3.13 15:20

Ist schon komisch wie aus einem Stück Fleisch so eine Diskussion wird oder ??
Aber ich kenne das ja auch schon .
Ich glaube es wird Zeit das es 25 Grad wird und alle wieder fahren können.

Meine Beverly ist angekommen. Super schönes Teil in Rot. Wird jetzt vom Händler angemeldet und am Donnerstag muss ich sie holen. Bei gemeldeten 1 Grad Celsius.

Das sind Probleme !!! Ich werde wohl erfrieren !! Gott sei Dank sind es vom Händler zu mir nur 1,5 Km.

Vertragt euch und allzeit gute Fahrt für euch alle.

Pelle



PELLE DEUTSCHLAND !!

Geboren um die Frauen zu verstehen !!!


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Topfpirat

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 350

PM an Topfpirat

Steaks

Erstellt am 10.03.13 16:43

Mir ist jetzt nicht ganz klar, was das hier werden soll. Aber ehrlich gesagt, mir wird das zu blöd.
Klinke mich deshalb an dieser Stelle aus.

Ciao


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Beverly500

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 140

PM an Beverly500

Steaks

Erstellt am 11.03.13 10:49

Forsch behauptet ist halb bewiesen?

Ich glaube wir müssen nicht darüber reden, daß Lebensmittel in Deutschland sehr günstig sind, so daß sich jeder alles leisten kann. Der Italiener gibt einen Großteil seines Einkommes für hochwertiges Essen aus, der leistet sich das einfach, wo der Deutsche dann doch lieber spart. Sonst hätten wir nicht Lidl/Aldi/Netto usw. an jeder Ecke und die Fachgeschäfte und Metzgereien wären nicht eingegangen.

Aus einer aktuelle Forsa-Studie, um hier mal auch ein paar Fakten ins Spiel zu bringen:

"Insgesamt essen 58 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen täglich Fleisch oder Wurst. Vor allem bei Geringverdienern mit einem Monatseinkommen von maximal 1500 Euro gehöre täglich ein Stück Fleisch dazu."


"Nur in der Hälfte aller Haushalte gibt es laut Studie noch täglich ein selbstzubereitetes Mahl. Vier von zehn Menschen greifen mindestens ein- bis zweimal pro Woche zu Tütensuppe oder Tiefkühlpizza. Jeder fünfte der unter 35-Jährigen räumt ein, ein- bis zweimal pro Woche Burger, Pommes oder Currywurst zu essen. Jeder dritte der unter 25-Jährigen greift mindestens dreimal die Woche zum Imbiss."

Der letzte Teil hat wohl kaum was mit dem Einkommen zu tun, oder?! Fertiggerichte sind ja deutlich teurer als selber kochen. Nur das wollen/können ja zunehmend weniger Mitbürger!

Grüße
Beverly500


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Ruedi

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 3440

PM an Ruedi

Steaks

Erstellt am 11.03.13 11:02

Das steuert ja auf den totalen kulinarischen Verfall zu.
Weiss man denn, was die Ursache ist. Ist es bequemlichkeit ? Oder hat man heute einfach keine Zeit mehr dazu ? Oder ist man nach der Arbeit einfach zu müde ?
Oder glaubt man der Werbung zu viel ?
Wahrscheinlich von allem etwas.

Gruss Ruedi


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Beverly500

User

Aus:
Fahrzeug:
Beiträge: 140

PM an Beverly500

Steaks

Erstellt am 11.03.13 11:16

Hallo Rudi,

was man so liest: mangelnde Sozialisation.
Die Kinder werden in Familien groß, in denen nur noch die Dose geöffnet wird. So lernen die erst gar nicht zu kochen.

Das läßt sich leider auch auf viele andere negative Eigenschaften übertragen....

Grüße
Berverly500


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

41 Einträge

|<<  <  1 2 3   >  >>|
41 Beiträge Seite 1 von 3. Gehe zu Seite 1 2 3